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Mai 3, 2014

Windwärts vor Verkauf


Die Eigensanierung ist trotz verbesserter Liquidität vom Tisch, der Insolvenzverwalter will den zahlungsunfähigen hannoverschen Windparkprojektierer nun komplett verkaufen
Kategorie: Windenergie
Erstellt von: Bjoern

Das Amtsgericht Hannover hat jetzt am 1. Mai das Insolvenzverfahren eröffnet, nachdem Windwärts im Februar nach Einschätzung eines juristischen Gutachtens als zahlungsunfähig galt und Insolvenz angemeldet hatte. Der vom Amtsgericht eingesetzte Insolvenzverwalter Volker Römermann möchte am liebsten das Unternehmen komplett verkaufen, notfalls aber auch einzelne Unternehmensteile - wie Windparkprojektierung, Betriebsführung etc. - veräußern. Inzwischen  hat Windwärts ein Windparkprojekt in Bayern verkaufen können und die Baugenehmigung für ein weiteres Projekt in Coppenbrügge erhalten. Pressemeldungen zufolge wäre Windwärts deshalb wieder in der Lage, die Gehälter der verbliebenen 100 Mitarbeiter zu bezahlen. Zum Jahresende hatte das Unternehmen rund 25% seiner Mitarbeiter entlassen müssen, sich vom PV-Bereich und der italienischen Niederlassung getrennt.

Unklar bleibt, ob und wieviel die Anlieger von den insgesamt 18,9 Millionen Euro eingesammelten Genussrechtsscheinen zurückerhalten. Dies hängt entscheidend vom Kaufpreis für Windwärts oder seiner Unternehmensbestandteile ab.